Südkorea: Baubewilligung für Shin-Kori-3 und -4

Die Regierung Südkoreas hat der Korea Hydro & Nuclear Power Co. (KHNP) am 15. April 2008 die Bewilligung zum Bau einer dritten und vierten Kernkraftwerkseinheit in Shin-Kori erteilt. Der Standort liegt in der Nähe der Hafenstadt Busan im Südosten des Landes. Mit der Errichtung der zwei APR1400-Druckwassersysteme beauftragt ist ein Konsortium unter Führung der Hyundai Engineering and Construction Co. (HECC).

21. Mai 2008
Modelzeichnung der beiden geplanten APR1400-Einheiten Shin-Kori-3 und -4.
Modelzeichnung der beiden geplanten APR1400-Einheiten Shin-Kori-3 und -4.
Quelle: KHNP

Der Bau der Kernkraftwerksblöcke Shin-Kori-3 und -4 stand schon im fünften Ausbauplan 2000 der Korea Electric Power Corporation - der Muttergesellschaft der KHNP - und gehört seit 2001 zur offiziellen Langzeitplanung. Am 15. September 2003 reichte die KHNP bei der Regierung das Baugesuch für die beiden APR1400 ein, nachdem das Ministry of Science and Technology 2002 die Standardauslegung dieses fortgeschrittenen Druckwassersystems genehmigt hatte. Die KHNP rechnet mit der kommerziellen Inbetriebnahme für 2013 beziehungsweise 2014.

Erste koreanische Einheiten der dritten Generation

Der APR1400 ist eine evolutionäre Weiterentwicklung des ersten eigenen koreanischen Druckwassersystems OPR1000, von dem in Shin-Kori und Shin-Wolsong je zwei Einheiten im Bau stehen. Die Entwicklungsarbeiten unter Leitung des Ministry of Commerce, Industry and Energy und unter Führung der KHNP begannen 1992. Die Hauptmerkmale und Sicherheitsvorkehren sind am ehesten mit dem EPR der Areva NP zu vergleichen. Ausgelegt für eine Lebensdauer von 60 Jahren und eine Brennstoffzyklusdauer von 18 Monaten, soll der APR1400 eine elektrische Nettoleistung von 1350 MW und eine Verfügbarkeit von 90% erreichen. In der Langzeitplanung vorgesehen ist vorerst der Bau von je zwei Blöcken in Shin-Kori und Shin-Ulchin.

Die Aufträge für die Ingenieurarbeiten und das nukleare Los von Shin-Kori-3- und -4 erteilte die KHNP bereits 2006 an ein Konsortium unter Führung der HECC. Dem Konsortium gehört die koreanische Doosan Heavy Industries and Construction Co. an, welche die Schwerkomponenten herstellt und liefert. Ein Teilauftrag für Komponenten und Leittechnik ging auch bereits 2006 an die Westinghouse Electric Co. Im Februar 2007 erhielt das Konsortium den Bauauftrag und begann im letzten Herbst mit der Bauplatzvorbereitung.

Quelle

P.B. nach World Nuclear News, 25. April 2008 sowie Unterlagen der KHNP

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