Uranproduktion: Frankreich und Kasachstan bauen Zusammenarbeit aus

Die französische Areva und das staatliche, kasachische Kernenergieunternehmen Kasatomprom gründen ein Brennstoff-Vermarktungs-Unternehmen mit dem Namen Ifastar. Ein entsprechendes Abkommen zur Bildung des Gemeinschaftsunternehmens haben die Partner am 6. Oktober 2009 unterzeichnet.

14. Okt. 2009

Am neuen Unternehmen Ifastar mit Hauptsitz in Paris wird die Areva 51% der Anteile halten und die Kasatomprom 49%. Ifastar soll in erster Linie Studien ausarbeiten. Einerseits soll die Machbarkeit des Verkaufs umfassender Kernbrennstoffangebote im asiatischen Markt abgeklärt werden. Das Angebot soll den gesamten Front-End-Bereich abdecken und die Uranressourcen der Kasatomprom mit der Brennstofftechnologie der Areva kombinieren. Als zweite Aufgabe soll die Ifastar eine technische und ökonomische Machbarkeitsstudie für den Bau einer Brennelementfabrik erstellen. Diese würde im Ulba Metallurgical Plant errichtet – einer der Kasatomprom angeschlossenen Anlage, die sich in Ust-Kamenogorsk im Osten Kasachstans befindet. Die Produktion würde jährlich 400 t Brennelemente umfassen und die Kasatomprom würde die Uranpellets liefern.

Fallen die Machbarkeitsstudien positiv aus und stimmen beide Partner dem Projekt zu, so wird die Ifastar die Vermarktung der Produkte übernehmen. Ein zusätzliches Unternehmen würde dann gegründet, das die Produktion der Brennelemente verwalten würde.

Bereits etablierte Zusammenarbeit

Areva und Kasatomprom besitzen bereits das gemeinsame Unternehmen Katco, das 400 t Uran pro Jahr produziert. Der Abbau findet im Uranvorkommen Mujunkum im Süden Kasachstans statt. Die Areva vermarktet das Uran.

Quelle

D.S. nach Kasatomprom, Medienmitteilung, 6. Oktober 2009

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