WEC: «Fukushima» wenig Einfluss auf globale Kernenergienutzung

Seit dem Reaktorunglück in Fukushima-Daiichi hat sich «sehr wenig» an der künftigen Nutzung der Kernenergie verändert. Dies stellt der Weltenergierat (World Energy Council, WEC) in einem am 9. März 2012 publizierten Bericht fest.

15. März 2012

Der WEC hat ein Jahr nach dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi einen Bericht zur Auswirkung des Unfalls auf die globalen Kernenergiepläne veröffentlicht. Er hält darin fest, dass sich «sehr wenig» im Hinblick auf die künftige Nutzung der Kernenergie geändert hat. Dies trifft besonders für Länder zu, die nicht der OECD angehören. Ausserhalb Europas habe nur Japan sein Kernenergieprogramm überdacht und zurückgestuft. In Europa gebe es lediglich in Deutschland, Italien und der Schweiz Änderungen an der Kernenergiepolitik. «Sehr wenig» habe sich auch geändert bei der globalen Überwachung des Kernenergiesektors. Hier stellen die WEC-Experten dringenden Handlungsbedarf fest. Zudem herrsche Bedarf an Informationen für die Öffentlichkeit über Nukleartechnologien, Sicherheit, Kosten sowie Chancen und Risiken der Kernenergie.

Für Pierre Gadonneix, Vorsitzender des WEC, steht fest, dass die Kernenergie eine wichtige Rolle im Energiemix der Zukunft spielen wird, insbesondere in den Entwicklungsländern – dies unter der Voraussetzung einer kontinuierlichen Verstärkung der nuklearen Sicherheit und Transparenz.

Quelle

D.S. nach WEC, Medienmitteilung und Bericht «World Nuclear Perspective: Nuclear Energy One Year After Fukushima», 8. und 9. März 2012

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