Zusätzliche Beiträge für die Ummantelung des Tschernobyl-Reaktors

Ein am 12. Mai 2005 in London durchgeführtes Treffen der Geberländer für den Bau einer neuen Sicherheits-Ummantelung des 1986 zerstörten Blocks 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl hat Zusagen für über USD 200 Mio. eingebracht.

11. Mai 2005
Lemierre würdigte das Engagement der internationalen Gemeinschaft.
Lemierre würdigte das Engagement der internationalen Gemeinschaft.
Quelle: EBRD

Wie die europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) mitteilte, kamen USD 185 Mio. davon von Geldgebern der G8/EU, erstmals auch mit einem Beitrag Russlands. Die Regierung der Ukraine hat selbst USD 22 Mio. zugesichert. Andere Teilnehmer an diesem Fonds erhöhten ihre bereits unterbreiteten Zusagen. Die neuen Spenden kommen zu den mehr als EUR 600 Mio. hinzu, die von 28 Geberländern in den Jahren 1997 und 2000 bereits für den Fonds zur Verfügung gestellt worden sind.
Den Plänen zufolge wird ein Sarkophag mit einer Höhe von 100 m und einer Stützweite von 250 m über den vorhandenen Sicherheitsanlagen errichtet, um so die Reste des Reaktors zuverlässig einzuschliessen. Das Projekt sieht auch Ausrüstungen vor, mit denen möglicherweise künftig notwendige Arbeiten ausgeführt werden können wie der Abbau instabiler Teile des alten Schutzbaus oder die Beseitigung radioaktiver Rückstände.
Der internationale Fonds für die Ummantelung des Tschernobyl-Reaktors (CSF, Chernobyl Shelter Fund) wurde 1997 eingerichtet und wird von der EBRD verwaltet. Hauptziel ist es, den zerstörten Block 4 von Tschernobyl ökologisch sicher zu machen. Die Gesamtkosten des Schutzprojekts werden mit über USD 1 Mrd. veranschlagt. Es soll 2008/2009 abgeschlossen sein.

Quelle

M.A. nach EBRD, Pressemitteilung, 12. Mai 2005

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