Frankreich: Anlieferung von Iter-Grosskomponenten gesichert
Der aufwendig verstärkte Transportweg für Grosskomponenten zum Internationalen Thermonuklearen Experimentalreaktor (Iter) hat den Praxistest bestanden. Am 20. September 2013 erreichte eine Testfahrt mit einer Ladung von 360 Zementblöcken den Iter-Standort Saint-Paul-lez-Durance in Frankreich.

Viele der Iter-Komponenten, die gegenwärtig in Iter-Partnerländern produziert werden, sind gross und schwer. Damit der sichere Transport dieser Grosskomponenten zur Iter-Baustelle gewährleistet ist, verstärkte Frankreich eine 104 km lange Route zwischen dem Meerhafen Port de la Pointe-de-Berre und dem Iter-Standort Saint-Paul-lez-Durance: Strassen wurden verbreitert, Kreisel angepasst und Brücken verstärkt. Die Arbeiten begannen im Januar 2008 und wurden drei Jahre später abgeschlossen. Im März 2012 beauftragte die Iter-Organisation die Groupe Daher mit dem Transport der Iter-Grosskomponenten vom Meerhafen bis zur Baustelle. Eine vom 16. bis 20. September 2013 durchgeführte Testfahrt mit einer Ladung von 360 Zementblöcken und einem speziell konzipierten Transporter mit 88 Achsen wurde jetzt erfolgreich durchgeführt. Das Gefährt mit seinen immensen Ausmassen widerspiegelte den grössten zu erwartenden Transport: 800 t Gewicht, 33 m Länge, 9 m Breite und 10 m Höhe. Erste Transporte mit Grosskomponenten für die Iter-Baustelle werden laut Iter-Organisation ab Mitte 2014 erwartet.
Quelle
D.S. nach Iter-Organisation, Medienmitteilung, 20. September 2013