Meta unterstützt Kernenergieprojekte für KI-Versorgung

Das amerikanische Technologieunternehmen Meta hat Vereinbarungen mit drei Unternehmen abgeschlossen, die im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens zustande kamen. Ziel ist es, saubere und zuverlässige Energie in die Stromnetze einzubringen, laufende Investitionen in bestehende Kernkraftwerke zu sichern sowie Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz zu unterstützen.

12. Jan. 2026
Meta unterstützt Kernenergieprojekte
Vereinbarungen mit drei Unternehmen unterstreichen den jüngsten Schritt des Technologieriesen Meta, sich riesige Mengen CO2-armen Stroms zu sichern.
Quelle: Meta

Meta schloss Vereinbarungen mit den Energieunternehmen Vistra, TerraPower und Oklo, die auf die Energieversorgung des Prometheus-Supercluster-Rechnersystems ausgerichtet sind. Das System entsteht in einem Rechenzentrum in New Albany im Bundesstaat Ohio. Alle drei Unternehmen arbeiten an fortgeschrittenen Kernenergietechnologien. Finanzielle Details der Abkommen wurden nicht offengelegt.

Die 20 Jahre laufenden Stromabnahmeverträge mit Vistra sichern Meta 2176 MW Strom aus den Kernkraftwerken Perry und Davis Besse in Ohio. Damit stellt Meta sicher, dass diese Anlagen weiterhin am Netz bleiben können. Zusätzlich kauft Meta insgesamt 344 MW aus den geplanten Leistungssteigerungen bei diesen beiden Werken sowie bei Beaver Valley in Pennsylvania.

Die Vereinbarungen mit Oklo und TerraPower betreffen die Förderung der nächsten Generation amerikanischer Reaktorentwicklern, die innovative Kernenergietechnologien vorantreiben. Einerseits unterstützt Meta die Realisierung des 1,2-GW-Energiecampus in Pike County in Ohio von Oklo, womit gleichzeitig der Bau des Mikroreaktors Aurora Powerhouse vorantrieben wird. Die Vorbereitungsarbeiten und Standortuntersuchungen sollen 2026 beginnen, wobei die erste Phase bereits 2030 in Betrieb gehen soll. Die Pläne für das skalierbare Kraftwerk sehen eine schrittweise Erweiterung vor, um bis 2030 die volle Zielleistung von 1200 MW zu erreichen. Andererseits erhält TerraPower finanzielle Mittel zur Entwicklung von bis zu acht seiner Natrium-Reaktoren, was 2800 MW entspricht. Der erste davon soll 2032 ans Netz.

Meta geht davon aus, dass die Zusammenarbeit mit den drei Unternehmen im Bereich der Energieerzeugung bis 2035 zu einer Leistungssteigerung von 6600 MW führen wird, was der Kapazität von etwa sechs grossen Kernreaktoren entspricht. Der erzeugte Strom wird in jene Netze eingespeist, die auch Metas Standorte versorgen, darunter das Rechenzentrum in New Albany.

Mark Zuckerberg, CEO von Meta, hatte Prometheus im Juli 2025 vorgestellt. Er beschrieb das System als einen der Schlüssel zur Entwicklung der fortgeschrittenen künstlichen Intelligenz des Unternehmens. Das Rechensystem soll laut Meta im Jahr 2026 in Betrieb genommen wird. «Modernste Rechenzentren und KI-Infrastruktur sind unerlässlich, um Amerikas Position als weltweit führendes Land im Bereich der KI zu sichern», erklärte Joel Kaplan, Policy Chief bei Meta, in einer Stellungnahme.

Quelle

M.A. nach Meta, Vistra, Oklo und TerraPower, Medienmittelungen, 9. Januar 2026

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