Schweden: Reaktoren von Rolls-Royce SMR für Neubauprojekt ausgewählt

Die schwedische Projektgesellschaft Videberg Kraft hat Rolls-Royce SMR als Hersteller für das Neubauprojekt in Südschweden bei Ringhals ausgewählt. Der erste von drei kleinen, modularen Reaktoren (SMRs) soll ab Mitte der 2030er-Jahre in Betrieb gehen.

25. Juni 2026
Rendering der Rolls-Royce-SMR in Ringhals
Rendering der drei SMRs von Rolls-Royce SMR, die auf der Varö-Halbinsel am Nuklearstandort Ringhals gebaut werden sollen.
Quelle: Rolls-Royce SMR

Schweden plant am bestehenden südschwedischen Nuklearstandort Ringhals ein SMR-Neubauprojekt. Zuletzt standen fünf BWRX‑300 vom amerikanischen Unternehmen GE Vernova Hitachi Nuclear Energy (GVH) oder drei SMRs des britischen Unternehmens Rolls-Royce SMR zur Auswahl. Sie könnten rund 6% des schwedischen Stromverbrauchs decken und wären die ersten Kernkraftwerke, die in Schweden nach mehr als 40 Jahren gebaut werden. Die für Entwicklung, Finanzierung, Bau und Betrieb der SMRs zuständige Projektgesellschaft Videberg Kraft hat sich nun für die europäische Lösung mit Rolls-Royce SMR entschieden. Videberg Kraft wurde vom staatlichen Energieversorger Vattenfall und dem Industriekonsortium Industrikraft gegründet.

«Insgesamt kommt der Vorstand zum Schluss, dass Rolls-Royce SMR der Anbieter ist, der Videberg Kraft die besten Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts bietet. Der Reaktor, ein Druckwasserreaktor (DWR), ist derselbe Typ, der heute in Ringhals zum Einsatz kommt, und stellt eine bewährte Technologie dar. Darüber hinaus bietet Rolls-Royce SMR eine wirtschaftlich attraktive Vertragsgestaltung», sagte Anna Borg, Vorstandsmitglied von Videberg Kraft sowie Präsidentin und CEO von Vattenfall. Industrikraft verwies darauf, dass Rolls-Royce SMR ein effizientes und industrielles Konzept biete, was das Risiko von Verzögerungen verringere. In Grossbritannien und der Tschechischen Republik gibt es bereits Verträge für Neubauprojekte mit Rolls-Royce SMR. Laut Videberg Kraft werde man Teil eines europäischen Programms und könne so von gemeinsamen Erfahrungen profitieren. Viele Zulieferer seien in geografischer Nähe ansässig. Der erste von drei SMRs soll ab Mitte der 2030er-Jahre auf der Halbinsel Varö bei Ringhals in Betrieb gehen.

Quelle

B.G. nach Videberg Kraft, Medienmitteilung, und NucNet, 15. Juni 2026

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