Schweiz: Tätigkeitsbericht 2025 der Eidgenössischen Kommission für nukleare Sicherheit (KNS)

Die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) hat Anfang April ihren Tätigkeitsbericht 2025 veröffentlicht. Ein Schwerpunkt der Kommission waren Arbeiten im Zusammenhang mit den offenen Rahmenbewilligungsgesuchen für das geologische Tiefenlager zur Entsorgung radioaktiver Abfälle und der dazu notwendigen Brennelementverpackungsanlage.

13. Apr. 2026
Computergenertierte Ansicht des Lagerkonzepts
Die Ende 2024 von der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) für das geologische Tiefenlager und für die Verpackungsanlage für abgebrannte Brennelemente eingereichten Rahmenbewilligungsgesuche werden derzeit von den Aufsichtsbehörden sowie von beratenden Kommissionen wie der Eidgenössischen Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) geprüft.
Quelle: Nagra

Die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) ist eine ständige ausserparlamentarische Kommission. Sie berät den Bundesrat, das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) sowie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) in Fragen der nuklearen Sicherheit von Kernanlagen. Am 9. April hat die Kommission ihren Tätigkeitsbericht 2025 veröffentlicht.

«Im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle standen die Tätigkeiten der KNS im Kontext der zwei Rahmenbewilligungsgesuche, die Ende 2024 von der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) für das geologische Tiefenlager und für die Verpackungsanlage für abgebrannte Brennelemente eingereicht worden waren», schrieb die KNS. Sie habe die Auswertung der Gesuchsunterlagen und zugehöriger Referenzberichte im Hinblick auf die zu erarbeitenden Stellungnahmen der KNS im behördlichen Prüfprozess fortgeführt. Auch habe sie sich zu Sachfragen mit der Nagra und dem Ensi ausgetauscht.

Die KNS habe sich überdies mit Herausforderungen im Hinblick auf einen längerfristigen Kompetenzerhalt im Kernenergiebereich wie dem Generationenwechsel und dem Fachkräftemangel auseinandergesetzt. Im fachlichen Austausch mit den Betreibern verfolgte sie zudem aktuelle Entwicklungen bei der Sicherheitskultur in schweizerischen Kernanlagen.

«Weiter nahm die KNS zuhanden des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) Stellung zum Tätigkeits- und Geschäftsbericht 2024 des Ensi-Rats und befasste sich mit den Jahresberichten Sicherheit 2024 der schweizerischen Kernkraftwerke sowie mit dem Aufsichtsbericht 2024 des Ensi», schrieb die Kommission.

Quelle

B.G. nach KNS, Medienmitteilung, 9. April 2026

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