Spanien braucht Kenenergie

Spanien muss die Betriebsdauer der acht Kernkraftwerkseinheiten des Landes verlängern und drei neue Blöcke bauen, wenn es einen wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Strommix beibehalten will. Dies hat die Präsidentin des Foro de la Industria Nuclear Espanola (Foro nuclear), Maria Teresa Dominguez, am 25. Mai 2010 vor einem parlamentarischen Unterausschuss dargelegt.

1. Juni 2010

Neben der Verlängerung der Betriebsbewilligungen der acht noch in Betrieb stehenden Kernkraftwerkseinheiten benötigt Spanien 2600–3000 MW an zusätzlicher nuklearer Kapazität, erklärte Dominguez vor dem parlamentarischen Unterausschluss, der sich mit der Ausarbeitung einer Energiestrategie für die nächsten 25 Jahre befasst. Das Abgeordnetenhaus hatte die Schaffung des Unterausschusses vor einem Jahr genehmigt.

Laut Dominguez haben alle wichtigen Studien über Spaniens Zukunft ergeben, dass die Nutzung der Kernenergie aus Gründen der Wirtschaftlichkeit, der Versorgungssicherheit und des Klimaschutzes notwendig sei. Die spanische Nuklearindustrie sei für Neubauten bereit und die Wiedereinführung eines Kernenergieprogramms stünde im Einklang mit den Strategien der EU und weltweit, so Dominguez weiter.

Aufsichtsbehörde für Betriebsverlängerungen

Die spanische Aufsichtsbehörde, der Consejo de Seguridad Nuclear (CSN), sprach sich bereits zweimal für eine zehnjährige Verlängerung der Betriebszeit von Spaniens Kernkraftwerken aus. Im Fall des Kernkraftwerks Santa Maria de Garona (BWR, 446 MW) ist die Regierung dem CSN nicht gefolgt und hat lediglich eine vierjährige Verlängerung genehmigt. Gegen diesen Entscheid hat die Betreiberin im September 2009 rekurriert. Über die Betriebsverlängerung der beiden Druckwasserreaktoreinheiten Almaraz-1 (1010 MW) und -2 (956 MW) wird die Regierung im Juni entscheiden. Die Internationale Energieagentur (IEA) der OECD hatte in ihrem Länderbericht zur spanischen Energiepolitik festgestellt, dass der Kernenergieausstieg Spaniens problematisch in Bezug auf die Einhaltung der Klima- und Energieziele sei.

Quelle

M.A. nach Foro nuclear, Medienmitteilung, 25. Mai, und NucNet, 26. Mai 2010

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