Südkorea: grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme von Kori-2

Die Nuclear Safety and Security Commission (NSSC) Südkoreas hat Kori-2 die Genehmigung erteilt, den temporär stillgelegten Reaktor wieder kritisch zu fahren. Kori-2 wurde im April 2023 nach 40 Jahren Betrieb vom Netz genommen, weil seine ursprüngliche Betriebsgenehmigung auslief.

9. Apr. 2026
Ansicht des südkoreanischen Kernkraftwerks Kori
Ansicht des südkoreanischen Kernkraftwerks Kori mit der Einheit 2 (zweite von rechts), die nun bis zum 8. April 2033 über die ursprüngliche Auslegungsdauer von 40 Jahren hinaus betrieben werden darf.
Quelle: Korea Kori NPP, CC BY-SA 2.0, IAEA Imagebank via Wikimedia Commons

Die südkoreanische Kernkraftwerkseinheit Kori-2 wurde zum ersten Mal am 9. April 1983 kritisch gefahren und nahm am 25. Juli 1983 den kommerziellen Betrieb auf. Am 8. April 2023 wurde der 640-MW-Druckwasserreaktor temporär abgeschaltet, da die ursprüngliche Betriebsgenehmigung für 40 Jahre Leistungsbetrieb abgelaufen war. Bereits im April 2022 legte die Eigentümerin und Betreiberin Korea Hydro & Nuclear Power (KHNP) einen Sicherheitsbewertungsbericht für Kori-2 vor und beantragte eine Genehmigung für den Weiterbetrieb bei der südkoreanischen Nuclear Safety and Security Commission (NSSC). Im November 2025 genehmigte die NSSC dann grundsätzlich den Weiterbetrieb von Kori-2 und führte in der Folge noch abschliessende Inspektionen durch.

Am 31. März 2026 teilte die NSSC mit, dass sie die Sicherheit der umgesetzten Massnahmen sowie der Gesamtanlage bestätigt habe und die Anlage im Einklang mit der Genehmigung für den Weiterbetrieb wieder kritisch gefahren werden dürfe. KHNP hatte zuvor Modernisierungen an der Anlage vorgenommen, darunter konstruktive Änderungen an den Einrichtungen für das Unfallmanagement sowie die Installation neuer Ausrüstung zur Stromversorgung wesentlicher Sicherheitssysteme. Damit konnte die Anlage die Anforderungen des nationalen Rechtsrahmens für das Management schwerer Unfälle, einschliesslich der entsprechenden Notfall- und Unfallmanagementprogramme, vollständig erfüllen. Kori-2 darf nun bis zum 8. April 2033 im Langzeitbetrieb weiterbetrieben werden. Das südkoreanische Recht sieht für den Weiterbetrieb nach Ablauf der ursprünglichen Auslegungsdauer Genehmigungen in Zehnjahresschritten nach Sicherheitsüberprüfung vor.

Quelle

B.G. nach NucNet, 1. April 2026

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