Terrestrial Energy unterzeichnet Vereinbarung mit DOE für Tetra-Demonstrationsreaktor

Eine zwischen dem Reaktorentwickler Terrestrial Energy und dem amerikanischen Department of Energy (DOE) geschlossene Vereinbarung soll die Entwicklung des Tetra-Demonstrationsreaktors beschleunigen. Tetra basiert auf der firmeneigenen Flüssigsalz-Technologie von Terrestrial Energy und wird im Rahmen des DOE-Pilotprogramms für fortgeschrittene Demonstrationsreaktoren entwickelt und getestet werden.

20. Jan. 2026
Ansicht des Kernkraftwerks von Terrestrial Energy
Computergenerierte Darstellung eines fortgeschrittenen Kernkraftwerks von Terrestrial Energy, das aus Flüssigsalz-Hochtemperaturreaktoren des Typs Integral Molten Salt Reactor (IMSR) besteht.
Quelle: Terrestrial Energy

Der amerikanische Reaktorentwickler Terrestrial Energy hat mit dem amerikanischen Department of Energy (DOE) eine Vereinbarung über den Bau und Betrieb eines Demonstrationsreaktors mit dem Namen Tetra unterzeichnet. Die Vereinbarung ist Teil des Advanced Reactor Pilot Program des DOE. Tetra basiert auf der firmeneigenen Integral-Molten-Salt-Reactor-(IMSR)-Technologie und soll deren Entwicklung unterstützen. Das Pilotprogramm für fortgeschrittene Demonstrationsreaktoren bezweckt eine beschleunigte Entwicklung und Genehmigung neuartiger Reaktorkonzepte aus der Privatindustrie ausserhalb der nationalen Labore unter Obhut des DOE.

Terrestrial Energy entwickelt den Integral Molten Salt Reactor (IMSR), einen Flüssigsalz-Hochtemperaturreaktor mit Grafit-Moderator, der zu den kleinen, modularen Reaktoren (SMRs) der Generation IV zählt. Der IMSR nutzt flüssigen Brennstoff in Form von schwachangereichertem Uran (low enriched uranium, LEU) und kann sowohl Strom als auch industrielle Hochtemperaturwärme produzieren. Terrestrial Energy zählt zu den elf fortgeschrittenen Reaktorprojekten, die vom DOE für das Pilotprogramm ausgewählt wurden. Mindestens drei der elf ausgewählten Demonstrationsreaktoren sollen bis zum 4. Juli 2026 erste Kritikalität erreichen.

Die nun zwischen Terrestrial Energy und dem DOE geschlossene Vereinbarung erfolgte in Form einer sogenannten Other Transaction Authority (OTA). Die ist eine spezielle Vertragsform des DOE, die eine flexible und direkte Zusammenarbeit mit privaten Akteuren ausserhalb klassischer Vergaberegeln mit ihren Einschränkungen erlaubt. «Diese Vereinbarung ermöglicht es Terrestrial Energy, unter Aufsicht des DOE schnell von der Konstruktion zum Betrieb überzugehen», erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung. Die OTA sei ein zentraler Schritt auf dem Weg zur späteren Kommerzialisierung der IMSR-Technologie.

Quelle

B.G. nach NucNet, Artikel, 6. Januar 2026, sowie Nuklearforum, News, 18. August 2025

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