Weiterer MHI-Roboter einsatzbereit

Die japanische Mitsubishi Heavy Industries (MHI) hat einen ferngesteuerten Roboter mit extrem langem Greifarm vorgestellt.

26. Feb. 2013

Der ferngesteuerte MHI-Roboter heisst mit vollständigen Namen «MHI-Super Giraffe (MARS-C)». Giraffe steht für Global Innovative Robot Arm For Future Evolution und MARS für Maintenance Assist Robot System. Er ist 2 m hoch, 80 cm breit, wiegt 4 t und kann Lasten von bis zu 150 kg tragen. Sein 8 m langer Arm reicht in eine Höhe von 8 m. Er verfügt über sieben Gelenke – ähnlich wie der menschliche Arm – und kann am Ende unterschiedliche Instrumente tragen. MARS-C ist vielseitig verwendbar und in Umgebungen einsetzbar, die für Menschen unzugänglich sind, so beispielsweise in radioaktiv kontaminierten Gebieten. Er arbeitet während fünf Stunden autonom. Im flachen Gelände erreicht der Roboter mit Vierradantrieb eine Geschwindigkeit von 6 km/h.

Die halbstaatliche New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) entwickelte MARS-C im Rahmen eines Forschungsprogramms für ein unbemanntes Notfall-Einsatzsystem in Fukushima-Daiichi. Derzeit kann MARS-C laut MHI unter anderem Ventile auf- und zudrehen. Geplant ist, den Roboter für komplexere Aufgaben auszurüsten wie etwa Schweissen und Bohren. Zudem will die MHI ein Raupenantrieb für den Roboter entwickeln, damit er auch Klüfte bewältigen kann.

Die MHI hatte bereits Ende Dezember 2012 einen Roboter namens MEISTeR (Maintenance Equipment Integrated System of Telecontrol Robot) vorgestellt. Auch die Toshiba Corporation und Tochtergesellschaften der Hitachi Ltd. haben Spezialroboter entwickelt, die Aufräum- und Wartungsarbeiten in kontaminierten Gebieten durchführen können.

Quelle

M.A. nach MHI, Medienmitteilung, 20. Februar 2013

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